Anke Sturat, Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, Haupttätigkeit als Fachdienstleitung bei einem Wohlfahrtsverband, staatlich geprüfte Motopädin, Sexualpädagogin, Analytische Beraterin, Supervisorin DGSV, Coach, in freier Praxis nebenberuflich tätig.

„Über meine berufliche Tätigkeit kam ich damals in den Kontakt mit einer Supervisorin, die beim FiS ausgebildet wurde. Mir hat die Zusammenarbeit nicht nur beruflich, sondern auch persönlich sehr gut getan. Ihre Methode und die Ergebnisse haben mich beeindruckt und auch dazu beigetragen, dass ich mich für eine Ausbildung zur Supervisorin interessierte.

Mit dem 21. Ausbildungskurs habe ich die Ausbildung abgeschlossen. Die Zeit war für mich die intensivste und beste Erfahrung, die ich in einer Ausbildung/Qualifizierung je erlebt habe. Jede einzelne Kurseinheit war geprägt von intensiven Begegnungen, Überraschungen, Herausforderungen, Auseinandersetzungen und Wissensvermittlung. Besonders wertvoll habe ich die hohen selbstreflexiven Anteile sowie die gruppendynamische Arbeit in den unterschiedlichen Konstellationen und Gruppengrößen und die besondere Kommunikationskultur erlebt. Dadurch habe ich mehr über mich und Beziehungsarbeit erfahren. Seitdem achte ich z.B. mehr auf die Gestaltung beruflicher Beziehungen und habe einen besseren Zugang zu meinen ,blinden Flecken‘.

Diese Lernprozesse waren nicht immer ganz leicht zu verstehen oder auch anzunehmen. Sie forderten von mir Bereitschaft, Zeit und Geduld. Sie verschafften mir zunehmend mehr Klarheit und vor allem ein differenzierteres Gespür, meine eigenen Grenzen und Bedürfnisse besser wahrzunehmen und zu schützen.

Mir ist es passiert, dass die wirklichen Lernprozesse auf den Rückreisen nach Hause erst richtig in Gang kamen oder mich in der Nacht überraschten und wach hielten. Ich erlebte in meinem Alltag jedes Mal nach den Kursabschnitten einen intensiven Nachklang, der mir eine neue und differenziertere Sicht auf mich und meine Umwelt bescherte, was mich dazu bewog, mein Handeln, auch beruflich und meine Haltung zu verändern.

In meiner Haupttätigkeit als Fachdienstleitung habe ich u.a. die Verantwortung für fast 200 Mitarbeiter*innen. Mein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich Personalmanagement und Kommunikation. Hier nutze ich inzwischen supervisorische Kernkompetenzen. Sie helfen mir eine andere Sicht einzunehmen, sie bieten mir eine Orientierungshilfe, sie erlauben mir klar zu bleiben und unter Zeitdruck auch mal zu verlangsamen, um Entscheidungen bewusster treffen zu können.

Als Supervisorin arbeite ich nebenberuflich. Die Qualität meiner Arbeit reflektiere ich in festen Kontrollsupervisionen, Balintgruppen und Intervisionstreffen.“

www.sturat-supervision.de