Kaufmann, Geschäftsführer eines Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), Supervisor (DGSv), Gruppendynamiker DGGO, Coach, zusätzlich in eigener Praxis in Münster tätig

„Auf Empfehlung von Freunden habe ich mich für die Ausbildung beim FiS entschieden. Einige SupervisorInnen, die dort ihre Ausbildung gemacht hatten, lernte ich in unterschiedlichen Kontexten kennen. Sie wirkten auf mich sehr überzeugend in ihrem Tun. Irgendwie hinterließen sie bei mir einen guten Eindruck. Am Ende war aber für mich aber das Gesamtkonzept des Kurses und die gruppendynamische und psychodynamische Ausrichtung der Ausbildung ausschlaggebend für meine Entscheidung.

Mir war eine feste Ausbildungsgruppe wichtig. Ein modulares System, in dem die Lerngruppe sich ständig verändert und außerdem die Trainer oder Referenten wechseln, hätte ich nicht gewollt. Die heterogene Zusammensetzung der Gruppe war ein echter Pluspunkt. Die vielen unterschiedlichen Menschen mit ihren interessanten Lebensläufen und Berufsbiografien ergaben ein wirklich bereicherndes Lernsystem. Und die gleichzeitig zugewandte und konfrontative Art der Ausbildungsleitung hat mir geholfen, persönlich zu wachsen.

In meinem Ausgangsberuf als Geschäftsführer muss ich häufig schnell entscheiden und meine Entscheidungen gelegentlich entschlossen durchsetzen. In der Rolle als Supervisor sind mir das Aushalten von Unsicherheiten und der Verzicht auf vorschnelle Lösungen wichtig geworden. Heute wechsle ich oft zwischen diesen beiden Rollen und merke, wie sie sich gegenseitig befruchten. Die Ausbildung beim FiS hat es mir ermöglicht reflektierend auf solche Spannungsbögen zu blicken und sie für meine Arbeit nutzbar zu machen.

Es macht richtig Spaß, Szenen aus dem Arbeitsalltag in ihrer ganzen Breite zu verstehen und darauf zu schauen, welche Kräfte dort wirken. Nicht sofort Handeln sondern das eigene Denken zu erweitern und soziale Spannungen auszuhalten, ohne sie sogleich lösen zu müssen.

Heute in meiner Arbeit als Supervisor habe ich das Gefühl, durch die Ausbildung beim FiS gut gerüstet zu sein. Aber das Lernen hört ja nicht auf. Meine Arbeit in Balintgruppen und Kontrollsupervision unterstützen die Rollensicherheit und -klarheit im Anschluss an die Ausbildungszeit für mich sehr und sind fester Bestandteil meines professionellen Handelns geworden.“

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