Festschrift für Prof. Dr. Mechthild Bereswill, Referentin auf den FiS-Tagen 2022

Monika Maaßen

Die FiS-Supervisionstage 2022 standen unter dem Titel „Das Fremde im Vertrauten. Innere und äußere Verunsicherung in Supervision und Beratung“.

Eingeladen war neben anderen die Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Mechthild Bereswill, die uns sozialwissenschaftliche Aspekte zum Verstehen vorgestellt und damit ein grundlegendes Thema unserer supervisorischen Arbeit berührt hat: das Verstehen. Der Titel lautete „Selbst- und Fremdverstehen zwischen Krisen und Routinen“.

Diesen Vortrag nahm ich selbst als Grundlage, um eigene Erfahrungen meiner Arbeit abzugleichen und zusammenzutragen. Anlass für diese Ausarbeitung war ein geplanter Artikel für eine Festschrift. Die Professorin Mechthild Bereswill sollte im Februar 2026 emeritiert werden.

Angefragt wurden für dieses Buch Kolleg:innen und Weggefährt:innen von ihr. In der Zusammenarbeit wurden immer wieder gemeinsame Erfahrungen und Reflexionen im Kontext von sozialwissenschaftlichen und berührenden Disziplinen entwickelt. Viele Forschungsprojekte fühlten sich von den Darlegungen angeregt.

Nun ist die Festschrift Ende 2025 erschienen und die Artikel greifen relevante Forschungsthemen und praktische Umsetzungen auf. Sie verbindet also grundlagentheoretische Fragen der Frauen- und Geschlechterforschung mit der Soziologie. Dabei werden sowohl theoretische Konzepte als auch konkrete Methoden vorgestellt, und damit werden Selbstverständlichkeiten in den verschiedenen Kontexten hinterfragt.

Eine anregende und fundierte Zusammenstellung, die weit über eine respektvolle Würdigung hinausgeht, und die wissenschaftliche und weiterführende Beschäftigungen mit feministischer Politik und Sozialwissenschaften darlegt. Eine gelungene Zusammenschau von Theorie und praxisnaher Anwendung. Wirklich empfehlenswert, aber leider etwas teuer: 119,99 €.

Gudrun Ehlert, Katharina Liebsch und Anke Neuber: Perspektivwechsel – das Hinterfragen des Selbstverständlichen (Springer VS, 2025)