Liebe Leserinnen und Leser dieses Newsletters, liebe Kollegen und Kolleginnen, an die veränderten Begrüßungsrituale ohne Händeschütteln und Küsschen rechts und links haben wir uns schon gewöhnt und sie haben sicher mit dazu beigetragen, dass es für die meisten von uns…
Michael Faßnacht: Führen in der Krise – eine redaktionelle Einleitung
Führung und Krise ist ein Begriffspaar, das gerne zusammen auftritt. Krisen gehören zu den Phänomenen, von denen Organisationen, Institutionen, Gesellschaften immer wieder betroffen sind, die entweder bewältigt werden oder in denen gescheitert wird. In Krisenzeiten bewähren oder verändern sich Organisationen…
Martin Bodin: Führen in der Krise
Martin Bodin arbeitet als pädagogischer Geschäftsführer in einer großen Komplexeinrichtung für behinderte Menschen, die sehr unterschiedliche Zielgruppen anspricht und mit Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnangeboten unterstützt. Er stellt den bisherigen (Führungs-)Weg durch die Krise vor.
Gerhard Haneklau: Schnelles Handeln – Transparenz – Kommunikation
Gerhard Haneklau beschreibt aus seiner Rolle des Geschäftsführers eines großen Medizinischen Versorgungszentrums in Münster die Herausforderungen, ein systemrelevantes Unternehmen bei Volllast durch die Pandemie zu steuern, immer unter der Infektionsbedrohung, die sich aus der Patient*innennähe medizinischer Behandlungen ergibt.
Stephan Kohorst: In der Krise zeigt sich, wer wir sind – nicht, wer wir sein wollen!
Stephan Kohorst und ich haben ein langes Gespräch per Zoom geführt, in dem es im Schwerpunkt um seine Rolle als Unternehmer eines mittelständischen Familienbetriebs geht, der Verantwortung für mehrere tausend Arbeitsplätze hat. In diesem Beitrag wird auch die Komplexität von Krisenmanagement sehr prägnant deutlich.
Linda Lieber: Führung in der Krise
Linda Lieber bietet einen Perspektivwechsel an und beschreibt aus der Mitarbeiterinnensicht der Bildungsorganisation einer politischen Stiftung ihre Erfahrungen mit dem „Geführt-werden“. Der sehr persönliche Blick aus dem Inneren einer Organisation beleuchtet auch den in der Krise erlebten eigenen Entwicklungsprozess.
Dr. Lutz Lyding: Die Praxis der Supervision
Dr. Lutz Lyding widmet seine Aufmerksamkeit den Veränderungen, die im Kontext der Pandemie die Arbeit von Supervisor*innen erfahren hat und welche Anforderungen an supervisorische Arbeit unter den einschränkenden Bedingungen gestellt wurden. In zwei Fallvignetten beschreibt er exemplarisch relevante Themenfelder, die in der Corona Zeit in Supervisionen immer wieder auftauchen.
Jakob Maser: Wasserstandsmeldungen und Perspektivgespräche
Jakob Maser leitet als Diplom-Designer das Team „Kreation“ einer Werbeagentur und bringt Erfahrungen der Führung von Mitarbeiter*innen ein, die sich zum Großteil im Homeoffice befinden. Besonders die Unterschiede von Gesprächen mit Mitarbeiter*innen in Präsenz oder Online bieten interessante Anregungen für die eigene Praxis.
Wolfgang Pieper: Eindrücke eines Bürgermeisters in der Corona-Krise (April 2021)
Wolfgang Pieper, hauptamtlicher Bürgermeister in Telgte, stellt die Komplexität der Führungsaufgabe einer kommunalen Verwaltung, der Netzwerkarbeit in einem großen Landkreis (Warendorf) und die Anforderungen an einen Repräsentanten einer Stadtgesellschaft in seinem Beitrag vor. Dabei wird besonders die Prozesshaftigkeit einer so lange anhaltenden Krise deutlich.
Ulrike Wachsmund: Halten und Hoffen
Ulrike Wachsmund und ihr Team „rocken“ normalerweise das Event- und Veranstaltungsleben der Stadt Emsdetten. Statt gefüllter Konzerthallen, Stadtfesten und dicht gefüllter Terminkalender stürzte der Lockdown sie von heute auf morgen ins „Nichts“. Wie man in der „Hölle des Nichts“ führt, stellt sie in ihrem Beitrag vor.
Lese- und Filmempfehlungen
Filmempfehlung: „Atlas“, ein Film von David Nawrath (2018)
Mechthild von Prondzinski stellt den Film „Atlas“ von David Nawrath vor. Es geht um Schuld, Verantwortung und Einsamkeit, aber lesen Sie selbst und vor allem sehen Sie anschließend selbst.
Andreas Kossert: Flucht
Das Thema „Flucht“ ist ein schweres Thema, das sich sicher nicht als Bettlektüre eignet. Bruno Gittinger beschreibt am Anfang des Beitrags etwas, das vielen bekannt sein dürfte: Auf das Thema hat man keine Lust. Aber dann packt das Buch von Andreas Kossert einen doch, wenn man versteht, dass es sich dabei um ein unendliches Menschheitsthema handelt, das seine Spur durch die Jahrhunderte zieht.
Helga Schubert: Vom Aufstehen
Ein „Leben in Geschichten“ stellt uns Bernadette Grawe vor. Es handelt sich um eine Veröffentlichung der Schriftstellerin und Psychotherapeutin Helga Schubert, die in diesem Buch den Leser*innen die innere Verarbeitung von eigenen Erlebnissen, von privaten und politischen Erfahrungen schenkt.
Philippe Jaccottet: verschiedene Veröffentlichungen
Dr. Jürgen Kreft stellt drei Bücher des Lyrikers, Essayisten und Übersetzers Philippe Jaccottet vor, der im Februar dieses Jahres im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Die Schönheit und Einfachheit der Sprache ist eine Einladung für den einen oder anderen literarischen Spaziergang.
Robert Maxeiner: Von Menschen, Hunden und Wölfen
Um ein ganz anderes literarisches Material, ebenfalls von Dr. Jürgen Kreft vorgestellt, handelt es sich bei den Essays und Satiren von Robert Maxeiner. In ca. 40 Texten findet sich Anregendes, Nachdenkliches und auch das eine oder andere Provokante.
David Grossmann: Was Nina wusste
„Was Nina wusste“ lautet der Titel eines Romans von David Grossmann, den Maria Kröger uns ans Herz legt. Der Roman orientiert sich an der Lebensgeschichte von Eva Panic-Nahir, einer Freundin des israelischen Autors.
Johann Baptist Metz: Memoria Passionis
Schließlich regt Wolfgang Weigand zur relecture eines Werkes des Münsteraner politischen Theologen Johann Baptist Metz von 2006 an. Weigand greift den Titel „Memoriam passionis“ auf und bringt die Metz’schen Überlegungen mit unseren heutigen Katastrophen in Verbindung.
